Der Ausschuss für Soziales, Gesellschaft und Gesundheit tagte am 25. Februar 2026 mit zwei wichtigen Schwerpunkten, die beide zentrale Bausteine für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Teilhabe in Steinfurt darstellen.
Antrag: Einrichtung eines Jugendbeirates für Steinfurt
Junge Menschen wollen mitreden – und sie sollen es auch können. Mit unserem Antrag zur Einrichtung eines Jugendbeirates setzen wir ein klares Zeichen für mehr politische Teilhabe und Mitbestimmung der jungen Generation in Steinfurt.
Ziel des Antrags
Ein Jugendbeirat soll künftig als beratendes Gremium des Rates fungieren und Jugendlichen eine verbindliche Stimme in der Kommunalpolitik geben.
Ursprünglicher Beschlussvorschlag
- Einrichtung eines Jugendbeirates ab 2026
- Bereitstellung von 2.500 € im Haushalt
- Erarbeitung eines Konzeptes durch die Verwaltung in Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendverbänden, offener Jugendarbeit und weiteren Akteur*innen
- Klärung von Zusammensetzung, Wahlverfahren, Aufgaben, Anbindung an Verwaltung, Kosten und Fördermöglichkeiten
- Ziel: konstituierende Sitzung des Jugendbeirates noch im Jahr 2026
Ergebnis
Der Ausschuss entschied sich für eine modifizierte Lösung:
Statt eines festen Betrags für den Jugendbeirat wurde im Haushalt ein allgemeines Budget für Jugendbeteiligung eingerichtet. Damit bleibt die Umsetzung flexibel, und die Verwaltung kann gemeinsam mit den relevanten Partnern ein tragfähiges Konzept entwickeln, das den Bedürfnissen junger Menschen gerecht wird.
Für uns bleibt klar:
Jugendbeteiligung ist kein Nice-to-have, sondern ein demokratisches Muss.
Wir werden den Prozess aktiv begleiten.
Antrag: Sicherung des Nachbarschaftshauses Michael in Borghorst
Gemeinsamer Antrag von uns zusammen mit der SPD und der GAL
Das Nachbarschaftshaus Michael ist weit mehr als ein Treffpunkt – es ist ein sozialer Anker im Quartier. Die dort gelebten Werte wie Nächstenliebe, Solidarität und Respekt prägen das Miteinander und machen das Haus zu einem Vorzeigeprojekt im Kreis Steinfurt.
Warum das Nachbarschaftshaus unverzichtbar ist
- Es schafft Beziehungsarbeit, die Vertrauen und Zusammenhalt stärkt.
- Es unterstützt und begleitet ehrenamtliche Strukturen.
- Es bietet einen offenen Treffpunkt gegen Einsamkeit und Ausgrenzung.
- Es stellt ein niedrigschwelliges Angebot der Altenhilfe bereit.
- Die aufgebauten Netzwerke der Quartiersmanagerinnen sind ein zentraler Baustein sozialer Infrastruktur.
Ein Wegfall der städtischen Mitfinanzierung würde diese Strukturen gefährden – und damit einen wichtigen Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge.
Unser Antrag
Zur Sicherung des Betriebs im Jahr 2026 beantragten wir:
- 60.000 € Zuschuss für das Nachbarschaftshaus Michael
- Finanzierung einer ¾ Personalstelle für das Quartiersmanagement
- Prüfung zusätzlicher Fördermöglichkeiten, z. B. über das Bundesprogramm
„Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“
Ergebnis
Die Verwaltung führt derzeit Gespräche mit der Caritas über Umfang und Ausgestaltung der Unterstützung.
Die endgültige Entscheidung wird in den Hauptausschuss übergeleitet.
Für uns steht fest:
Quartiersarbeit ist ein zentraler Baustein sozialer Teilhabe – und sie braucht Verlässlichkeit.
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