Am vergangenen Samstag fand der erste Energiekongress des KV Borken statt. Dieser lud alle Interessierten zu Workshops und einem Austausch ein.
Für den OV Steinfurt nahmen unsere beiden Vorstandsmitglieder Christian Schulte (Beisitzer) und Silvia Vossenberg (Kassiererin) teil.
Beim Kongress in Gronau waren Gäste aus Bundes- und Landespolitik, Wirtschaft, Fachpraxis und Zivilgesellschaft vertreten. Den Beginn machten Keynotes u. a. von Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen) und Britta Haßelmann (Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion). Bereits in ihren Einführungen wurde deutlich klar, die Energiewende muss weiter vorangetrieben werden. Durch aktuelle und vergangene globale Krisen verschärfen sich Engpässe von beispielsweise Rohöl. Durch diese Abhängigkeiten steigen Preise und hängen Menschen immer weiter ab. Aber auch positives konnte berichtet werden, wie z. B. den geplanten und mehr als gelungenen Ausbau von Windkrafträdern in NRW.
„Der Bau von 1000 Windrädern war geplant zu Beginn der Legislaturperiode 2022. Wir wurden gefragt, ob das wirklich so in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden soll. Ob das nicht zu optimistisch wäre. – Wir sind bei 2000 Windrädern, vor Ende der Legislaturperiode!“ berichtete Mona Neubaur.
Nach einer Stärkung starteten die Workshops. Christian und Silvia besuchten zunächst den Workshop zum Thema „Energiewende räumlich steuern: (Bauleit-)Planung für Wind- und Solarenergie in Land und Kommunen“ bei Robin Korte (MdL). Der Workshop zeigte, wie Land und Kommunen die Energiewende planerisch steuern können und welche Rolle Bauleitplanung dabei für Akzeptanz, Rechtssicherheit und Ausbaugeschwindigkeit spielen. „Besonders aufschlussreich war für mich nochmal, wie in Zukunft die Akzeptanz von Bürger:innen aktiv gefördert werden kann und was wir dafür machen können“, erzählt Silvia nach dem Workshop.In der zweiten Phase nahmen beiden am Workshop von Nils Kockmann zu „Smart statt starr: Wie dezentrale Flexibilität Netze und Kosten stabilisiert“ teil. Der Workshop zeigte, wie dezentrale Steuerung, Lastmanagement und flexible Verbrauchsmodelle dazu beitragen können, Netze zu entlasten und Kosten zu senken.

Im Abschlussplenum folgten beide dann noch einer spannenden Diskussion von zentralen Perspektiven aus Bundes- und Landespolitik. Jan-Niclas Gesenhues (MdB, Umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Parlamentarischer Staatssekretär im BMUV a. D.) und Wibke Brems (MdL, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW) ordneten aktuelle Ereignisse ein, gaben Einschätzungen und machten deutlich, weshalb gerade ländliche Regionen eine wichtige Rolle bei der Energiewende spielen.„Spannende Workshops, viele tolle Gespräche, wichtige Einordnungen und großartige Redner – so würde ich den Tag zusammenfassen“, erzählt Silvia am Ende des Tages. Sie und Christian ließen es sich auch nicht nehmen noch ein Foto gemeinsam mit Jan-Niclas Gesenhues, Wiebke Brems und Alexandra Schoo, welche den Tag moderierte, zu machen.
Wir bedanken uns beim KV Borken für den mehr als gelungenen ersten Energiekongress und hoffen auf eine Wiederholung in den kommenden Jahren, um noch mehr Impulse für unsere schöne Stadt bekommen zu können!
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